Chronik

Der Whistleblower Edward Snowden verrät der Welt Details über die Spähprogramme des US-Geheimdienstes NSA. // Taifun „Haiyan“ verwüstet die Philippinen und fordert mehr als 5700 Menschenleben. // Bei der Bundestagswahl erleidet die FDP einen so großen Stimmenverlust, dass sie erstmals seit 1949 nicht mehr im Parlament vertreten ist. // Der Axel-Springer-Konzern kauft den Nachrichtensender N24 und plant die Zusammenlegung mit der hauseigenen „Welt“-Gruppe. // Mit 86 Jahren stirbt der Kabarettist und mehrfache Grimme-Preisträger Dieter Hildebrandt.

Chronik

Preisverleihung

Preisverleihung am 12. April 2013 im Theater der Stadt Marl

Preisverleihung

Moderation

Die Preisverleihung 2013 wurde wie schon im vergangenen Jahr von Michael Steinbrecher moderiert. [ Details ]

Moderation

Dieser Mann kann so viel mehr als Fußball. So viel mehr als Sport. Natürlich, Michael Steinbrecher ist seit vielen Jahren ein markantes Gesicht des „aktuellen sportstudios“ im ZDF. Aber weit darüber hinaus ist er ein journalistisches Multitalent, das sein Können – vielfach ausgezeichnet – unter Beweis gestellt hat.
1988 stand Michael Steinbrecher schon einmal an gleicher Stelle im Theater der Stadt Marl. Er erhielt einen Grimme-Preis „Spezial“ für eine herausragende Ausgabe der ZDF-Reihe „Doppelpunkt“ zum Thema „Mein Sohn ist schwul“.
Als Moderator hat er eine ganz andere Funktion: Er will auf der berühmten Marler Fernseh-Bühne die Preisträger ins rechte Licht rücken und ins kleine Werkstattgespräch ziehen. Insgesamt wird er – und das hat er bereits bewiesen – den berühmten roten Faden ausrollen, der erkennen lässt, wie TV-Qualität eben auch mit ganz „persönlicher“ Qualität und Profi-Können verbunden ist.
Dabei kann er auch wieder seine ganz spezifischen Qualitäten als Moderator beweisen: indem er so gezielt wie unaufdringlich die Akzente setzt; indem er im Auftreten immer präsent wirkt, im Fragen klar ist und direkt eine Linie vorgibt, dabei aber auch stets den Grundgestus des Freundlichen und Zugewandten vermittelt, grundiert mit Lässigkeit und Lockerheit. Das alles ist eine Idealkombination, um auch den diesjährigen Grimme-Preisträgern das ein oder andere (Produktions-)Geheimnis zu entlocken.
Auch wenn Michael Steinbrecher eine lange Fernsehpräsenz vorzuweisen hat, waren die Vorzeichen seiner Karriere eigentlich andere. Er war Jugendfußballer bei Borussia Dortmund sowie Spieler bei Borussia Mönchengladbach und den Amateuren von Westfalia Herne. Seine Spitznamen: „Stoni“ und – sicherlich liebevoll gemeint – „Knochenbrecher“. Doch die aktive Karriere im Profifußball rückte in den Hintergrund, als er das Angebot bekam, Gastgeber der ZDF-Jugendsendung „Doppelpunkt“ zu werden. Das breite Publikum lernte ihn ab 1992 durch „das aktuelle sportstudio“ kennen. „Lockenkopf“ nannte man ihn schnell wegen seiner unverwechselbaren Haarpracht.
Steinbrecher hat sich in den vielen Jahren durch kompetente und kritische Sportberichterstattung – von Weltmeisterschaften bis zu Olympischen Spielen – sowie durch nachhaltigen Journalismus und kluge Vermittlung einen guten Namen in der TV-Landschaft gemacht. Er schafft es, ohne Eiferergestus auch brisante Themen anzupacken. Ob ein offenes Gespräch mit einem Bundesliga-Trainer über dessen Burn-out oder eine einfühlsame Sendung über Menschen, die mit dem HI-Virus leben:
Die Bandbreite in Steinbrechers Schaffen ist groß. Das zeigt sich nicht zuletzt in den zahlreichen Beiträgen für die oft als Gesellschaftssonde angesetzte ZDF-Reihe „37 Grad“.
Steinbrecher ist ein Kind des Ruhrgebiets: geboren 1965 in Dortmund, aufgewachsen in Waltrop. Und auch weiterhin ist der Pott für ihn Lebens- und nicht zuletzt auch Arbeitsmittelpunkt. 2008 promovierte er über die „TV-Programmgestaltung bei Olympia im Netz olympischer Abhängigkeiten“ an der Technischen Universität in der Stadt des amtierenden Deutschen Fußballmeisters. Dort unterrichtet er nun auch seit vier Jahren Fernseh- und Videojournalismus. Steinbrecher ist dabei unter anderem für den Lernsender nrwision verantwortlich. Hinzu kommen soziale Engagements als Pate des Kinderhospiz Bethel oder als Botschafter der Initiative „Respekt! Kein Platz für Rassismus“.
Grimme und Steinbrecher: Eine Beziehung, die also unter vielfältigen Gesichtspunkten eine produktive Perspektive vermittelt. Und die jetzt auf der Marler Bühne zeigen wird, wie das zusammengeht, um das exzellente Fernsehen zu feiern: journalistisch versiert, charmant und locker, aber auch einfühlsam, wenn es geboten ist.
Eine Torwand wird es als Requisite übrigens nicht geben – die wichtigsten Treffer haben die Preisträger ja schon alle erzielt. Mit Augenmaß, Profi-Können und Kunstfertigkeit. So freuen wir uns auf einen anregenden, unterhaltsamen und vergnüglichen Abend – mit einem Moderator ganz ohne Spitznamen: Michael Steinbrecher.

Plakat

Plakat

Statement

Arne Feldhusen (Grimme-Preis 2013 für „Der Tatortreiniger“)

„Der Grimme-Preis ist die deutlichste Anerkennung dafür, dass du versuchst, einen Unterschied zu machen!“

Statement