Chronik

Barack Obama wird zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt; er ist der erste Afroamerikaner, der dieses Amt innehat. // Aus gesundheitlichen Gründen tritt Kubas Staatschef Fidel Castro endgültig von seinen politischen Ämtern zurück und übergibt die Regierungsmacht an seinen Bruder Raúl. // In elf deutschen Bundesländern gilt ab diesem Jahr das Rauchverbot in Bars und Restaurants. // Wegen der sich häufenden Dopingfälle im Radsport beschließen ARD und ZDF, die Live-Berichterstattung über die Tour de France einzustellen.

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Preisverleihung

Preisverleihung am 4. April 2008 im Theater der Stadt Marl

Preisverleihung

Moderation

Durch den Grimme-Abend führte 2008 Dieter Moor, Moderator des Kulturmagazins "ttt" im Ersten. [ Details ]

Moderation

Ecken und Kanten vermissen Kritiker fast sprichwörtlich im Fernsehprogramm. Wenn sie „ttt“ im Ersten sehen, kommt ihr Bedürfnis nach solchen Eigenschaften aber nicht zu kurz, zumindest seit dem November 2007. Denn seither setzt Dieter Moor dort als Moderator des Kulturmagazins kräftige Akzente, mit Biss, Ironie und Anschaulichkeit ñ eine kritisch-politische Grundhaltung ohne Dogmatismus.

Markant war er schon immer. Das fiel in Deutschland Anfang der 90er Jahre auf, als er (seit 1993) beim Privatsender Vox das vielfach ausgezeichnete Medienmagazin „Canale Grande“ moderierte. Dann folgten Stationen bei den öffentlich-rechtlichen Sendern: Mit „Magic Las Vegas“ beim ZDF (1995) und mit der satirischen Doku-Reihe „EX! Was die Nation erregte“ bei der ARD (1996), die er selbst konzipierte und moderierte.

Im Schweizer Fernsehen – Medium seines Geburtslandes (in Zürich, nota bene, 1958) – debütierte er 1997 mit einer Late-Night-Show, „Night Moor“. Sie erhielt 1999 einen noch knapperen Namen: nämlich schlicht „Moor“ – es folgte eine Kette von inzwischen 146 Folgen. Fußball-Fans hatten Spaß an seiner Fernseh-Kolumne „Das Wunder von Moor“, mit der er die Europameisterschaft 2004 in Portugal begleitete. Übrigens: Seine Karriere startete er in einem anderen Nachbarland, in Österreich. Dort moderierte er für den ORF das Kulturmagazin „Kunst-Stücke“ und eine Radiosendung.

2006 begann Dieter Moor dann damit, immer wieder die „Kulturzeit“ zu präsentieren, das tägliche Kulturmagazin von 3sat, und dies speziell auch bei Sondersendungen und Spezialausgaben. So moderierte er dort im vergangenen Jahr live die Berlinale-Woche, zusammen mit Andrea Meier. Seine Moderatorenbühne ist überhaupt groß und zeigt ein breites Spektrum. Dafür stehen unter anderem: die Wettbewerbsmoderation der Berlinale, der DIVA-Award, „les.art“ beim ORF, der „Fernsehratschlag 2007“ für die Bundeszentrale für politische Bildung, „Schiller 24“ beim ZDF-Theaterkanal, die Veranstaltung Kreativ-Hochburg Hamburg oder das Filmfest Dresden.

Nicht nur als Moderator machte sich Moor einen mehr als guten Namen – wobei auch das Internetradio zu den Plattformen gehört, mit „LoungeFM“ –, sondern auch als Schauspieler. Seit Anfang der 80er Jahre war er in vielen Filmen zu sehen. Das Spektrum der Titel ist groß, von „Der Hunger, der Koch und das Paradies“ über „Opernball“, „Das Mädchen aus der Fremde“, „Vier Minuten“, „Millionen-schwer verliebt“ bis zu „Immer fair bleiben“. Auch Episodenrollen gehören dazu, so in „SOKO Donau“ „Küstenwache“ und „Alles außer Sex“. Serienauftritte hatte Dieter Moor auch in „Wolffs Revier“ und „Bloch“. Das rein Akustische liebt er auch – und wirkt deshalb auch gern in Hörbuchproduktionen und Hörspielen mit.

Bei aller Lust am Medialen, am Film und an der Moderation: Dieter Moor liebt auch das ganz handfeste Leben. Das zeigt sich in einem Bogen, der einem nicht unbedingt einfallen würde: Er lebt jetzt in der Nähe von Berlin auf einem Öko-Bauernhof. Und das nicht nur zum Spaß. Nein, er betreibt ihn richtig. Eben ein Mann mit Ecken und Kanten – ganz organisch.

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Iris Berben (Besondere Ehrung 2008)

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